Brotschrank: diente früher zur Aufbewahrung von Broten
Lüftungsschlitze und Gittereinsätze verhinderten die Schimmelbildung
Der Brotschrank gehörte noch etwa bis vor zwei Generationen zum ganz normalen Küchenmöbel vor allem auf dem Lande. Diese Schränke dienten wie es der Name schon sagt zur Aufbewahrung von Brot, das damals in der Regel nur einmal in der Woche gebacken wurde. Der Brotschrank besaß Fächer oder Schubladen, deren Türen mit Luftlöchern oder Gittereinsätzen versehen waren, damit das Brot auch frisch hielt und nicht schimmelte, hart und ungenießbar wurde. Außerdem hielten die Gitter Mäuse und andere Schädlingen erfolgreich fern. Natürlich hat man auch damals schon erkannt, dass man auch andere Lebensmittel hier lagern konnte.
Heute findet man allerdings nur noch wenige solcher Schränke in den Haushalten, weil sie einfach nicht mehr notwendig geworden sind, da man nun einmal die Möglichkeit hat, täglich frisches Brot beim Bäcker oder im Supermarkt zu kaufen. Sollte man dennoch einen antiken Brotschrank aus der Erbmasse der Großeltern besitzen oder einen kaufen wollen, weil er ob modern oder antik in den Küchenstil passt oder man seine Küche in solch einem Stil einrichten möchte, dann nutzt man diesen Schrank heute vor allem als Aufbewahrungsort für andere Lebensmittel wie Teigwaren oder es werden dort völlig andere nützliche Küchengegenstände verstaut.
Die Brotschränke, die heute hergestellt werden, unterscheiden sich aber schon von denen aus längst vergangenen Zeiten. Der antike Holzbrotschrank wird nur noch selten angeboten, man sieht heute häufiger den Metallbrotschrank. Die Klapptür hat sich in den meisten Fällen in eine praktischere Schiebetür verwandelt, die nach oben geöffnet werden kann. Allerdings vom Prinzip des Brotschranks mit seinem Innenleben hat sich kaum etwas verändert. Lüftungsschlitze zur Schimmelvorbeugung gibt es immer noch, so dass der Brotschrank nach wie vor auch Brote aufnehmen kann, wenn man dies möchte.
